Mittwoch, 28. Juni 2017

Ein Timpe Tee in Blau-Gestreift - was sonst

So ein Shirt wollte ich schon lange haben. Und der Schnitt von Schneidernmeistern lag hier auch schon eine ganze Weile fertig ausgedruckt. Alleine am Stoff fehlte es...


Und das, wo ich mir doch selbst auferlegt hatte, erst einmal die Stoffberge abzubauen... Und selbst in den Läden in denen ich natürlich trotzdem immer auf der Suche nach dem Stoff war, wurde ich nicht fündig.
Als es dann kurz vor dem Nähwochenende ans Zuschneiden ging musste ich auch noch feststellen, dass alle meine gestreiften Stoffe ein wenig zu knapp waren. Argg!
In meiner Not griff ich zu einem Stoffcoupon, den meine Kids mal von Stoff&Stil angeschleppt hatten und mit dem ich eigentlich gar nichts anzufangen wusste. Er war nämlich nur im mittleren Teil gestreift und hatte oben und unten einen breiten blauen Abschnitt. Außerdem ist es eine etwas dickere Qualität. Nicht das, was ich mir für ein T-shirt vorstelle. Also alles in allem nur eine Notlösung. Aber ich wollte den Schnitt endlich einmal nähen und deshalb schnitt ich beherzt zu, mit dem breiteren blauen Rand im oberen Bereich.


Und was soll ich sagen. Aus dem Probeshirt ist ein echter Lieblingspulli geworden!!!
Es sitzt super und mir gefällt der blaue Streifen oben ausgesprochen gut. Sehr gerne mag ich auch den Ausschnitt mit dem Beleg. Ich bin ganz fasziniert, das das auf Anhieb so gut geklappt hat, mit dem Beleg.


Die Bilder sind heute nicht so dolle, dafür aber mit viel Spaß mal eben schnell am Samstag in Hamburg auf dem Jungfernstieg aufgenommen. Diese Kabeltrommel bot sich einfach an ;-)

Habt es schön!

Claudia

Stoff : Stoff & Stil
Verlinkt mit dem MeMadeMittwoch und Tweed and Greet

Ps. Wenn ihr mehr Lust auf Blau habt und den gestrigen Post nicht gelesen habt. *Hier* gab es schon mehr blaue Shirts.



Dienstag, 27. Juni 2017

Blau

Blau ist das Thema diesen Monat bei Selmin von Tweed and Greet und den 12 Colours of Handmade Fashion. Und Blau kann ich gut!

Als ich Anfang Juni mit einem Haufen super nähbegeisterten Frauen wie verrückt in  Hüll genäht habe, war rein zufällig alles Blau... Vielleicht ein ganz klein bisschen blaugrün (zeig ich aber nicht, ist nur eine Schlunzsarouelhose...) und weiß (weil gestreift).



Das ganze war ziemlich T-shirt lastig und witzigerweise geprägt von den Schnitten von Schneidernmeistern. Zuerst habe ich ein gekauftes blaues Shirt geändert - schnippschnapp war der Kragen ab, der Ausschnitt vergrößert und zack ist es ein Lieblingsshirt und deshalb auch gerade in der Wäsche. Das gestreifte links ist ein Just another Tee in kurzärmelig und das rechte eins in lngärmelig. Ich mag die legere Passform und den schönen Ausschnitt. In der Mitte hängt ein TimpeTee, das zeige ich morgen genauer.


Ich mag die tiefhängenden Schultern, wenn ich mal ein Wohlfühlshirt an so einem Schlunzitag brauche. Deshalb sind auch die Ärmel schön lang und haben aus dem gleichen Jersey ein breites Bündchen bekommen. So kann ich in dem Shirt versinken und den Rest um mich ausblenden. Habt ihr auch manchmal solche Tage?



Der Jersey ist kuschelig weich, aber auch ziemlich fluffig. Bei dem Wind macht das ziemlich viele unschöne T-shirtfalten wie mir beim Sortieren der Fotos aufgefallen ist. Ohne Wind ist im Moment aber im Norden eher schwierig...


Hier hat der Wind dann noch einmal alles gegeben und ich hatte schon Sorgen, dass ich gleich in unser Flüsschen springen muss, um sie wieder rauszuholen...


Habt alle noch einen schönen Siebenschläfer! Ich geh jetzt Erdbeeren pflücken, bevor das Wetter morgen umschlägt...

Claudia

Schnitt: Just another Tee von Schneidernmeistern (und in der Mitte TimpeTee)
Stoff: Stoff & Stil

Mittwoch, 21. Juni 2017

Zum Sommeranfang das >Summer< von ANKESTRICK und ein Strang TAMTAM zu gewinnen


Ich starte in den Sommer mit meinem neuen Strickshirt Summer. 



Gestrickt mit dem neuen Garn TAMTAM von Frida Fuchs aus Seide und Leinen. Beim Stricken ein wenig Widerspenstig, aber perfektes Tragegefühl im Sommer und Handgefärbt! Ich habe mich noch nicht getraut es zu waschen, aber ich habe gelesen, das das Tragegefühl danach noch angenehmer sein soll.


Das Shirt wird nahtlos von oben nach unten gestrickt. Der Halsausschnitt wird durch verkürzte Reihen heraus gearbeitet. Die Sattelschultern werden durch ausgetüfftelte Zunahmen geformt. Dann wird ein Stückchen in rechten und linken Reihen gestrickt, bevor Vorder und Rückseite unter den Armen wieder in Runden zusammen gestrickt werden.


Die Anleitung ist super geschrieben und gut nachzuarbeiten und in Englisch und Deutsch erhältlich.


Da ich noch einen Strang TAMTAM in der Farbe Schlafmohn über habe, habe ich beschlossen ihn zu verschenken. Wenn du ihn gerne hättest, hüpf rüber zu Instagram, da verlose ich den Strang. Bis Sonntag um Mitternacht ist Zeit.

Wenn du mehr über Summer wissen möchtest, findest du wie immer mehr Informationen auf meinem Ravelryaccount *hier*.

Und jetzt freue ich mich auf einen phantastischen Sommer und einen sonnigen Sommeranfang heute.

Claudia 

Ps. Merkt ihr was? Ich habe eine neue Sommerfarbe! Gestern gab es ja schon mit Avocado gefärbte Stoffe. Da lag auch schon das SUMMER unten mit im Stapel. Habt ihr nicht gesehen? Dann guckt mal *hier*

Shirt : Summer von ANKESTRICK
Wolle : TAMTAM , Farbe Schlafmohn von Frida Fuchs


Dienstag, 20. Juni 2017

Avocadotoast für die Einen und Altrosa Stoff für die Anderen

Erst ´ne hippe Schnitte und dann mit Avocados färben - so mag ich das!


Bei Reetseligs gibt es immer mal wieder Avocados. Meine Kids lieben die Dinger und da sie wenig Kohlenhydrate haben sind sie auch eine wunderbare Nahrhafte Nahrung, wenn Malins Blutzuckerwerte mal wieder sonst wie hoch sind und sie eigentlich erst einmal nix essen kann.

Da lag es auf der Hand, Kerne und Schale zu trocknen und es auch mal mit dem Färben zu versuchen.



Ich habe nach Anleitungen gesucht, wollte wissen, wie es die Anderen gemacht haben und musste feststellen, dass es nicht das eine Rezept gibt. Die einen haben die Kerne genommen, die Anderen die Schale. Mal wurde deshalb der Farbton mehr rosa, ein anderes Mal pudrig bis Pfirsichfarbend...

Also startete ich zum Selbstversuch und schnitt die Kerne klein, die Schale auch und gab alles in meinen Bräter mit Wasser und köchelte es erst einmal eine Stunde. Nach einer kurzen Abkühlungszeit nahm ich Schalen und Kerne raus und gab den ersten Stoff für eine Stunde rein und wartete ab. Das Ergebnis war der zweite Stoff von oben. Ziemlich gelblich und so gar nicht mein Ding. In Essig gelegt zum Fixieren wurde es sogar noch gelblicher... Der obere Leinenstoff lag dann für eine Nacht in dem Sud. Das Ergebnis gefällt mir deutlich besser!
Aber ich wollte ja experimentieren und deshalb gab ich die bereits gekochten Schalen und Kerne noch einmal in einen Topf mit Wasser, kochte das ganze noch einmal auf und ließ es wieder eine Stunde köcheln. Diesmal gab ich Leinen und Jersey in den Topf und ließ es über Nacht ziehen, mit hübschen Ergebnis, trocknete es dann auf der Leine


um danach festzustellen, dass der Stoff in der Sonne seine Farbe verändert hat.... Der schöne kräftige Farbton war verblasst und wieder gelblich. Örks. Gut dass der Sud da noch stand. Also alles wieder rein und noch eine Nacht ziehen lassen.


Jetzt gefällt es mir und ich kann daraus etwas nähen. Passend zu meinem neuen Pullover, den ich nicht gefärbt habe, aber der so wunderbar in das Farbschema passt.

Fazit: Immer schön die Kerne und die Schale sammeln, waschen und trocknen, den Färben macht Spaß und ist faszinierend. Das Ergebnis hängt aber von den unterschiedlichen Avocadosorten ab, der Beschaffenheit des Stoffes und der Färbedauer. Mein Tipp: Wenn euch der Farbton noch nicht gefällt, ruhig länger drin lassen. Für das Fixieren muss ich noch mal was anderes probieren. Ich werde damit beim nächsten Mal experimentieren.

Obwohl es das nächste Mal wieder blauer wird. Gegen Lieblingsfarben ist kein Kraut gewachsen.

Claudia

Verlinkt mit Handmade on Tuesday , die heute 2.Geburtstag feiern! und Creadienstag

Mittwoch, 14. Juni 2017

MeMadeMittwoch mit dem Cruise von Anke Strick


Dieses Teilchen hat tatsächlich ein wenig länger auf den Nadeln gelegen... Aber seit ein paar Wochen ist es fertig und als wir neulich in  Dänemark an der Ostsee waren, haben wir das schöne Wetter genutzt, um Aufnahmen vom Cruise zu machen. 


Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich im November *klick* beim Mystery Sweater KAL von AnkeStrick mitgemacht habe. Heraus gekommen ist am Ende diese unten geschlossene Jacke.


Die Wolle ist herrlich und passt einfach farbmässig wunderbar zum Meer, oder?
die Anleitung gut verständlich und für jede Größe mit extra Beschreibungen versehen.

Die Anleitung ist gut verständlich geschrieben und jede Größe hat ihre eigenen Anpassungen.
Die Anleitung findet ihr bei Ravelry *klick* und *klick* und alles nähere zur Wolle ( Madelinetosh Tosh Merino light).

Mehr zu unserem fertigen Reetdach kommt in kürze... zu Sonntag habe ich es nicht geschafft...
Wer Lust hat, kann beim MemadeMittwoch gucken, was die anderen zur Zeit gerne tragen.

Claudia

Ps. Auf dem Blog vom Maschenfein gibt es bei Auf den Nadeln Juni noch viel mehr gestricktes zu sehen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach -Tag 6 , 7 und 8

Am 6. Tag geht es bei knallblauem Himmel weiter




Es geht jetzt so flott voran, dass ich jede Menge verpasse, weil ich am gleichen Tag nach Holland zum Segeln mit Malin und den Diabetes Kids fahre (aber davon ein anderes Mal mehr).


So sieht das Reet übrigens von nahem aus. Die Blüten liegen innen, sind nachher also nicht zu sehen.


Wir freuen uns total, dass auch das neu gedeckte Dach so schön dick ist. Tatsächlich sogar ein kleines bisschen dicker, um die Welle im Dach auszugleichen...



Auch auf der anderen Seite muss die Ecke mit viel Fingerspitzengefühl gestaltet werden. Auf dieser Seite haben wir ja ein kleines Walmdach. Dieses wird aber nicht neu gedeckt, deshalb muss der Anschluss anders ausgearbeitet werden, so dass beides sich miteinander verbindet.

Tag 7: Die Gauben sind "plötzlich" eingedeckt


Das kommt davon, wenn man nicht die ganze Zeit da ist. Die Reetdachdecker arbeiten so höllisch schnell, dass man glatt das wichtigste verpasst, wenn man ein paar Stunden nicht da ist...



Es sieht echt phantastisch aus! Wie eine dicke schwere Mütze.

Tag 8: sie sind schon am First!



Faszinierend beim Zugucken finde ich ja das ganze Werkzeug, das die Reetdachdecker benutzen. Hier könnt ihr den Reetstuhl sehen, der mit seinem Haken ins Dach geschlagen wird, schnell umgesetzt werden kann und einen sicheren Stand bietet. Wir haben (irgendwo...) noch zwei alte aus Holz, sehr praktisch, wenn mal etwas gemacht werden muss.


Guckt mal, wie weit sie schon sind. Fast oben. Und die Gauben sind so geworden, wie wir es uns gewünscht haben. Okay, am liebsten würde ich sie ein kleines Stückchen tiefer rücken ;-) , aber das geht nicht. Unser Reetdach ist ja sehr tief gezogen, um das Haus zu schützen. Das hat zur Folge, dass man auf dieser Seite des Hauses nur rausgucken kann , wenn man nicht größer als 1,70m ist. Und für den Dachboden bedeutet es, dass bei 4m Deckenhöhe unten, der Fußboden schon ganz schön hoch im Dach angesetzt ist. Die Fensterbretthöhe beachtend kommt dann heraus, was man hier sehen kann.



Wenn es klappt, kommt Sonntag das Finale

Claudia


Ps. Das Dach ist schon fertig, ich hinke nur mit meinen Berichten wegen der vielen Feiertage und der Putzerei und dem wirklichen Leben und so hinterher. Es ist also lieb von euch, wenn ihr euch wegen des Wetters Gedanken macht, aber unser Dach ist trocken rauf gekommen und pottendicht :-)
Trotzdem ganz lieben Dank an euch für die vielen lieben Wünsche

Mittwoch, 7. Juni 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach - Tag 5

Das Reet kommt rauf!



Endlich beginnt das Neueindecken mit Reet.  Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich darauf gewartet, dass das neue Reet rauf kommt.


Ersteinmal mussten die Reetballen zum besseren Arbeiten verteilt werden.


Mit diesen Schrauben, an denen der  Draht gleich dran ist, wird das Reet an den Latten festgemacht, damit nichts rutschen kann.


Dann wird die erste Ecke geformt. Jetzt wird die Höhe und der Dachüberstand nach vorne bestimmt.





Was hier so flott aussieht, hat einen ganzen Tag gedauert. Oder anders ausgedrückt, nur einen Tag. Ich finde, die arbeiten echt schnell!


Spannend, was es alles für Hilfsmittel gibt. Die alte Tonne dient als Tritt. Und das Brett, das wie ein Glättbrett zum Verputzen von Wänden aussieht, wird benutzt, um die Halme reinzuschlagen und so alle Halme auf eine Länge zu bringen.


Dieses Handwerk ist wirklich faszinierend und wenn ihr bei uns in Norddeutschland mal die Chance habt, Reetdachdecker bei der Arbeit zu beobachten, tut das unbedingt! So oft bekommt man das ja nicht zu sehen.

Claudia

Ps. morgen geht es weiter