Dienstag, 27. Dezember 2016

Eine Lieblingsstrickjacke in lichtgrau - Hood on the Moon

In die Hood on the Moon von Katrin Schneider  habe ich mich im September auf dem Wollfest in Hamburg auf Anhieb verliebt und gleich Wolle gekauft.


Die Jacke ist schon eine ganze Weile fertig, wenn man mal davon absieht, das sie noch keine Knöpfe hat… Und ich trage sie sehr gerne. Die Wolle, eine Mischung aus Alpaka, Leinen und Seide ist so angenehm zu tragen und ließ sich super verstricken. Da ich ein Kapuzenfan bin, auch wenn ich sie eigentlich nie aufsetze, fand ich die Jacke schon beim ersten Instagrambild von Katrin schön. Auch die Streifen die über den Schultersattel laufen und sich nach oben in die Kapuze fortsetzen haben mich sofort fasziniert. Sie sind ein schöner Hingucker in der ansonsten schlicht glatt rechts gestrickten Jacke.




Die Jacke wird topdown gestrickt und kommt ohne Nähte aus. Das gefällt mir immer mehr. Eigentlich hat mir das zusammennähen nie viel ausgemacht, aber es ist doch viel ordentlicher ohne störende Nähte und das Gesamterscheinungsbild ist auch viel hübscher.


Die Fotos sind heute, wie ihr seht, vom Winde verweht und in einer winzig kleinen Regenpause gestern morgen entstanden. Die Fotografin ist dabei halb erfroren und ich war froh wenn die Jacke bei dem Sturm halbwegs da blieb, wo sie sein sollte :-)


Mit den letzten Tagen des Jahres 2016 endet auch Selmins Aktion 12 Letters of Handmade und dies ist mein Beitrag zum Buchstaben L. Meine neue lichtgraue Lieblingsstrickjacke aus der tollen Wolle namens Linea. Schaut unbedingt am Ende des Monats bei Tweet and Grete vorbei und schaut euch an, was die anderen für tolle Sachen genäht und gestrickt haben. Wie gerne wäre ich in Berlin beim Meet and sew dabei gewesen. Aber die Wochenenden waren leider schon so vollgestopft mit tollen Aktivitäten.

Wie immer findet ihr mehr Angaben zu meiner Strickjacke auf Ravelry, also Wollverbrauch, Nadelstärke, Angaben zur Größe etc.

Verlinkt bei RUMS

Samstag, 24. Dezember 2016

Früher war mehr Lametta



Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und wunderbare Tage zum Innehalten und Pause* machen.

Beim Weihnachtswerkeln ist mir dieses Foto aus meiner Kinderzeit in die Hände gefallen und sofort war alles wieder da. Die Erinnerung an diesen selbstgehäkelten Rock mit Weste in rot und weiß, an die beulenden Strumpfhosen und die Schottenrockzeit. An meine kleine Schwester, die sich in dem Weihnachtsjahr mit ihren neun Monaten überall hochgezogen hat, vor allem an meiner Kasperlbude, was mehr als einmal dazugeführt hat, dass das Ding während der Vorstellung über mir zusammenbrach…

Und dann der Baum! Ich sag nur : Früher war mehr Lametta!
Fasziniert hat Herr Reetselig eben den Tannenbaumfuß betrachtet. Ich finde, er sieht aus wie das Unterteil von einem Drehstuhl… das muss ich heute Abend mal in Erfahrung bringen.

Ich verschwinde jetzt ein paar Tage im weihnachtlichen Wunderland und hoffe, dass trotz des angekündigten Sturmes alles ruhig bleibt. ( zumindest sind wir schon mal ganz entspannt aufgewacht, ganz anders als 2014 - wer wissen möchte, was da so los war klickt hier oder auf das Bild in der Sidebar…).

Claudia

* mal sehen, wann ich mich wieder aus der Pause melde… erstmal ist nun Familienzeit 




Donnerstag, 22. Dezember 2016

#12GIFTSWITHLOVE mit weißem Papier


Ich freue mich sehr, heute mit Ioana aka Miss Red Fox  für die Dezemberaktion von #12giftswithlove mit weißem Papier zu basteln.

Weißes Papier geht eigentlich immer, oder? Als Ioana mich vor einem Jahr fragte, fielen mir gleich so viele schöne Ideen ein. Leider hat mir die Technik heute einen Streich gespielt, so dass ich mich am Ende mit dem begnügen musste, was ich euch jetzt zeige. Dennoch hoffe ich, euch noch ein paar schöne Ideen, für das Verpacken der Weihnachtsgeschenke mit auf den Weg zu geben.


Zum Einsatz kam, was die Papierwerkstatt so her gab. Weißes Packpapier, Bakertwin, Pappe in schwarz und grau, Stanzen, MaskingTape, Stempel, Schere, Klebe, und was hier so rumlag. (es liegt sogar schön sortiert hier rum, hatte ich gerade bei Instagram gezeigt )

Die ersten Geschenke habe ich mit Hilfe der Stanzen verziert. Ich liebe diese Rentierstanze und da meine Kleene ein Sternfan ist, habe ich ihre Geschenke damit verziert.


Bei diesem Papierstern kam auch meine Nähmaschine zum Einsatz. Die Sterne habe ich von Hand ausgeschnitten, der obere ist etwas kleiner als der hellgraue untere. Dann habe ich beide zusammengenäht und auf das Geschenk geklebt.


Maskingtape kann man ja nie genug haben :-) und da auch meine Kinder im Adventskalender wieder ein paar Rollen hatten, wird unsere Auswahl immer besser. Maskingtape ist so herrlich vielseitig. Aber bei den Geschenkebergen ist natürlich nicht bei jedem Geschenk so viel Zeit, ins Detail zu gehen. Aber so ein schneller Tannenbaum geht immer. Dafür eignet sich auch nichtweihnachtliches MT.



Auf Pinterest, meiner Lieblingsinspirationsquelle habe ich neulich wunderschönes Tannenbaumpapier entdeckt. Das wollte ich auch gerne haben, also habe ich meinen kleinen Tannenbaumstempel gezückt und gestempelt, was das Zeug hielt.


Noch ein hübsches Band drum, ein paar Glocken aus dem Fundus und eine Minitanne aus der Eisenbahnkiste und schon ist ein individuelles Geschenk fertig.


Ich wünsche euch jede Menge Spaß beim Einpacken und lasst euch nicht stressen! Macht lieber mal eine Kerze an, kocht euch einen Pott Tee, Kaffee oder Kakao, stellt die Weihnachtsmucke lauter und verspeist ein paar Kekse.  In ein paar Stunden haben die Kids Weihnachtsferien im Norden und dann wird es hoffentlich gemütlich.

                                                       Claudia

Ps. Noch mehr schöne Verpackungsideen hatte ich übrigens hier gepostet

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Meine selbstbestrickten Top 3 2016

Heute zeige ich euch meine Lieblingswollsachen






Das absolute Lieblingsstück in meiner Garderobe ist mein Reagan Cardigan. Ich bin ja Wolljackenfan und diese Jacke lässt sich praktisch zu allem ,über allem und zu jedem Anlass (naja fast) tragen. Und die Geilsk Bomuld og Uld macht sie herrlich kuschelig und auch im Sommer perfekt. Infos dazu findet ihr auf dem Blog  oder bei Ravelry




Auch so ein Wohlfühlteil ist mein blauer gestreifter Beachpulli.



Ich liebe diesen großen runden Ausschnitt und seine weite Lässigkeit. Verstrickt habe ich die gleiche Wolle wie beim Cardigan und damit ist er ganzjahrestauglich.


Etwas weniger spektakulär, weil dunkelgrau ist dieser Wollpulli. Aber gerade wegen seiner Farbe passt er eigentlich immer und ist ein unverzichtbares Basic in meiner Garderobe geworden. ( und seit neustem auch bei meiner Tochter sehr beliebt…)



 Kombiniert mit dem schön leichten, grau gestreiften Stricktuch schnell schön warm am Hals.


Unverzichtbar im Winter Handschuhe im Norwegermuster  und mein heißgeliebtes Drachenfels


hier in Kombination mit Frau Ava, die sich gerade zu einem unverzichtbaren Kleidungsstück mausert…

Ich hoffe, ihr konntet ein paar Anregungen für lange Winterabende sammeln.

Wer wissen möchte welches meine selbstgenähten Top drei sind, der kann dies im gestrigen Post  nachlesen. Ich finde die Idee von Mamimade echt gut, Revue passieren zu lassen, welches unsere meistgetragenen Top 3 in 2016 sind.

Claudia

verlinkt mit RUMS

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Meine Top 3 2016 zum MemadeMittwoch

Mitte der Woche , das heißt MeMadeMittwoch , aber da Weihnachten unaufhörlich näher kommt, komme ich nicht dazu, für mich zu nähen… (aber wenigstens stricke ich jeden Tag ein paar Reihen für mich).
Da kommt die Idee von Su vom Blog Mamimade genau richtig, die Top 3 des vergangenen Jahres zu posten. 



Und seien wir mal ehrlich. Nicht jedes Teil, das wir im Blog schön in Szene setzen, bewährt sich im Alltag. Manchmal muss man ständig dran rumzuppeln, oder der Stoff war doch nicht der richtige, die Farbe passt zu nix, oder bei den anderen sitzt das Teil viel besser.


 Aber hier kommen sie nun, meine Top 3 2016


Mein absolutes Lieblingsshirt ist das Just another Tee von Schneidermeistern in diesem Sommer gewesen. Es trägt sich gut, sitzt (kein Gezuppel :-) und dieses dort oben aus einem Jersey von Stoff&Stil hatte ich einfach ständig an. (mehr dazu hier)



Mein zweites selbstgenähtes Lieblingsteil - ich betone dies so, weil ich beim aussuchen festgestellt habe, dass ich auch gestrickte Lieblingsteile habe, dazu dann morgen mehr - ist die Tante Hertha, die ich beim Nähmarathon im Frühsommer genäht und seitdem viel geschleppt habe.


Witzigerweise habe ich das Shirt schon gleich als Lieblingoutfit vorgestellt. Also Liebe auf den ersten Blick!


Diese Frau Aiko ist auch bei dem Nähwochenende entstanden und war im Sommer, wenn es dann warm war, ein absolutes Lieblingsstück. Eine Frau Aiko geht irgendwie immer und aus dem fluffigem Stöffchen war sie bei heißem Wetter angenehm zu tragen und sah trotzdem nach etwas aus.

Und welches waren eure Top 3 in diesem Jahr?

Hat es ein Kleidungsstück geschafft euch entgegen aller Erwartungen zu überzeugen? 
Ich finde es im Rückblick interessant, das ein guter Schnitt zwar wichtig ist, damit es gut aussieht. Aber letztendlich entscheidend, ob ein Teil zu meinen Lieblingsklamotten zählt, ist der Stoff. 
Wie gut er sich anfühlt und  wie er fällt . Aber auch das ist entscheidend, er muss zu dem Schnitt passen. Manch ein Schnitt braucht einen fließenden Stoff, ein anderer mehr Stand und wir brauchen das richtige Händchen dafür.

Während ich gestern mit meinem kleinen Bus so durch die Landschaft fuhr und über meine Lieblingsteile nachdachte, fiel mir auf, dass ich oft schnittorientiert an meine Kleidungsstücke gehe. Ich sehe bei anderen einen schönen Schnitt und möchte das Teil auch haben (die Frau Aiko aus dem Stoff habe ich z.B. bei Danie gesehen :-). Dann geht es aber an die Stoffauswahl und das finde ich oft schwer. Denn der Stoff, denn ich mir vorstelle, liegt nicht unbedingt bei den Stoffdealern in meiner Umgebung. Und bestellt man einen Stoff, weiß man nichts über den Fall und wie er sich anfasst.
Mein Fazit also: In Zukunft gehe ich auch beim Nähen mehr vom Material aus. Beim Stricken tue ich das ganz selbstverständlich, aber das mach ich auch schon ewig (die Jahreszahl habe ich gestrichen, sonst wird mir schwindelig - lach ). Und wenn es unbedingt der eine Schnitt sein soll, dann wird eben gesucht, bis der richtige Stoff da ist. Und lieber etwas länger suchen und gute Qualität kaufen, als Schrankleichen zu produzieren….

Morgen zeige ich euch dann meine selbstbestrickten Top 3 

Claudia

Mehr zu den Lieblingsteilen findet ihr unter den verlinkten Posts und noch mehr schöne Sachen beim MemadeMittwoch

Dienstag, 13. Dezember 2016

12 von 12 in 12

 Meine 12 von 12  sind fertig. Immer wieder schön die Aktion, die Caro fest hält für uns.



Mein Tag begann mit einem Kaffee im Bett um 5.30, serviert vom Weltbesten Herrn Reetselig!
Das ganze noch ohne Foto, denn so früh bin ich noch nicht zum denken fähig…
Um 6.00 Uhr habe ich dann das Schulfrühstück für die Mädchen gemacht.


Wenn alle raus sind, brauch ich erst mal eine kleine Verschnaufpause. Vorzugsweise mit einem Heißgetränk ( in diesem Fall heiße Minze mit frisch gepresstem O-saft) und einer Runde Instagram.


Danach eine heiße Dusche für einen freien Kopf und einen guten Start in den Tag.


Nach der Hunderunde von der es mangels schöner Motive kein Foto gibt, einen weiteren Kaffee und auspacken meines Adventskalenderpäckchens.


Dann eine Runde geheime Missionen beenden und mega Hunger kriegen beim Stricken mit den Farbtönen Mandarine und Kiwi…


Zwischendurch schauen, was der Regen der vergangenen Tage mit der neu aufgeschütteten Uferböschung gemacht hat (die sich ganz allmählich wieder verabschiedet, da sie aus Flusssand besteht  -grrrr. )



Heidesandkekse backen mit Malin und Lussekater 


Ich weiß, Santa Lucia ist erst heute, aber gestern waren mal alle zur Kaffeezeit da.



Schnell noch einen neuen Sensor bei Malin gelegt, für Blutzuckermessen ohne Piksen .

So und wer mit gezählt hat weiß, das jetzt noch eines fehlt… sorry, aber das Restaurant dass wir uns spontan ausgesucht haben, weil das andere Montags zu hat (ohne Worte) war ein Griff in die Tonne. Und deshalb gibt es besser kein Foto. Der Abend war trotzdem schön.

Claudia


Montag, 5. Dezember 2016

Ein Teddy-Schwein für Lotta und viele tolle DIY - Tipps auf meiner Pinterest Pinnwand Dezember DIY´s


Draußen ist es schön frostig und drinnen kuschelig warm. Heute Abend treffe ich mich zum Nähen mit ein paar Frauen, darauf freue ich mich schon sehr. Es ist so herrlich inspirierend.

Ihr braucht auch noch ein paar Inspirationen? Dann schaut doch mal auf meinem Pinterest board
Dezember DIY´s. Dort und auf meinen anderen Pinnwänden habe ich jede Menge schöne Ideen gesammelt.

Frisch aus der Nähmaschine geschlüpft ist bei mir am Wochenende dieses Schwein:


Genäht nach einem Schnitt von Stoff & Stil für eine frisch geschlüpfte Lotta, die ich gleich willkommen heißen werde. Und wenn man Lotta heißt, braucht man natürlich einen Teddy, auch wenn er wie ein Schwein aussieht. Frei nach Astrid Lindgren. Ich hoffe, die kleine Lotta schleppt das Schwein später auch überall mit hin, so dass es irgendwann diese herrliche Patina bekommt, wie im Buch.


Von vorne hat das Schwein ein bisschen was von Rennschwein Rudi Rüssel :-), aber es ist herrlich knautschig und kuschelig. Der Stoff ist übrigens auch von Stoff & Stil. Er lag hier noch.


So, ich bin dann mal weg… Startet gut in die neue Woche!

Claudia

Verlinkt bei Soulsister meets Friends, denn das war mein Sonntagsglück!

Dienstag, 29. November 2016

Meine DIY Tipps aus den letzten Jahren für euch zusammengestellt

Jedes Jahr um diese Zeit bin ich noch intensiver im Kreativfieber. Die Stricknadeln glühen, die Nähmaschinen laufen heiß und in meinem Kopf sind mehr Ideen als Zeit.

Natürlich habe ich auch in diesem Jahr eine ToDoListe geschrieben, genau genommen habe ich immer ein XmasHeft, wo ich mir meine ToDoListen reinschreibe, wem ich was schenke und was ich noch besorgen muss. Rezeptideen, genauso wie die Lieblingskeksrezepte kommen da rein und alles was mir noch so in den Kopf kommt.


Die Adventskalender müssen noch gefüllt werden. Ich nehme wohl die Säckchen vom letzten Jahr. Obwohl Malin gerne die hölzerne Bierkiste dies Jahr haben möchte und nicht den Kranz… nun man darf gespannt sein, welche kreativen Einfälle heute noch meine Wege kreuzen. Gute 36 Stunden bleiben mir ja noch.

Ihr braucht noch eine Lastminute Idee ? Wie wäre es mit diesem ? Wie ich ihn gemacht habe, habe ich


hier erklärt . Oder guckt doch mal bei Titatoni, die hatte dieses Jahr so eine schönen Idee gepostet.

Wenn ihr ein Mitbringsel braucht oder eurer Küche / Bad ein wenig weihnachtliches Flair geben wollt, dann sind die Handtücher vielleicht etwas für euch. Ich habe sie hier schon mal gepostet.


Die schwarzen Christbaumkugeln sind auch in diesem Jahr wieder im Haus verteilt und ich denke, ich


werde noch ein paar bemalen, denn als Geschenkanhänger oder als Verpackung für kleinen Geschenke sind sie einfach super. Die Anleitung findet ihr hier.

Ich wünsche euch einen kreativen Dienstag und viel Spaß beim Handmade Tuesday

Ich mach mich mal an die Arbeit.
                                                        Claudia


Montag, 28. November 2016

Sonntagsglück am 1.Advent


Nach einer äußerst arbeitsreichen Woche melde ich mich mal wieder… mit einem Schnappschuss bevor der Tisch fertig gedeckt war…
Gestern waren meine Mädels da. Seit mehr als 20 Jahren treffen wir uns jedes Jahr am 1.Adventswochenende zum Quatschen und schlemmen. Und gestern war ich dran.
Jede von uns steuert etwas zum Büfett bei, so dass meine hauptsächliche Aufgabe darin bestand , fertig geschmückt zu haben…

Es war ein wundervoller erster Advent, mit viel leckerem Essen, einer Menge Emotionen, einem Spaziergang bei schönstem Wetter und Kerzenschein.

Und mit diesem Sonntagsglück wünsche ich euch eine tolle Woche und starte mal ins Listenparadies :-)
 da ist einiges abzuarbeiten

                                                           Claudia

Donnerstag, 17. November 2016

Meine offene Küche in unserer alten Reetdachkate

Am Montag bin ich voller Tatendrang aufgewacht. Voller Power nach einem wundervollen Wochenende mit tollen Menschen auf der Blogst in Hamburg. Unglaublich was für eine Energie entsteht, wenn 200 Frauen und eine Handvoll Männer ein Wochenende zusammen verbringen.

Darüber werde ich euch morgen ein wenig mehr berichten. Heute gibt es zum Deko- Donnerstag  von Moni, die ich auch bei der Blogst wieder getroffen habe (hach war das nett), Küchenfotos. 


Denn voller Power in den Montag gestartet und von einem völlig unerwarteten Putz- und Aufräumfimmel gepackt, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bei dem super Sonnenschein die Küche abgelichtet.

Es sind aber trotzdem Bilder aus dem Leben, denn meine Girls konnten wegen eines Totalbahnausfalls nicht in die Schule und deshalb hat Malin die frisch geputzte Küche genutzt und mit den neuen Keksausstechern (aus dem Goodiebag ) Herbstkekse gebacken und die Küche wieder in ihren Orginalzustand gebracht.



"Meine" Küche ist immer noch ein ganz besonderer Ort für mich, auch wenn sie mittlerweile 7 Jahre alt ist. Wer aber weiß, dass wir unser Haus vor 17 Jahren in einem ziemlich ursprünglichen Zustand gekauft haben und vielleicht sogar bei unserer ersten Hausbesichtigungsparty dabei war, der versteht was ich meine.


Als wir das Haus übernahmen, hat die Küche keine Spüle, lediglich ein kleines Handwaschbecken neben der Eingangstür (die direkt in die Küche führte, so wie auch heute noch) und es gab nur kaltes Wasser… und das blieb auch die nächsten 8 Jahre so. Deshalb war der Wasserkocher mein bester Freund, neben  der alten Spülmaschine, die wir glücklicherweise hatten. Denn bis das Wasser auf meinem alten Plattenherd kochte, dauerte es ewig. Trotzdem sind wir immer satt geworden und die Spülmaschine war noch eine von der Sorte, wo mein Mini-Monster auf dem stabilen ausgeklappten Deckel sitzen  und Reste ausschlecken konnte - lach. Allerdings hatte sie auch noch Tupperdeckel-killende Heizspiralen  und die Angewohnheit immer dann nicht abzupumpen (und zu spülen), wenn Besuch kam. Ich erinnere mich an ein legendäres Weihnachtsfest, an dem mein Vater mit seiner Frau in der Tür stand - die ja, wie ihr nun wisst, direkt in die Küche führt - und fassungslos auf mich, zwei Körbe mit dreckigem tropfenden Geschirr auf dem Fussboden und Herrn Reetselig, der mit dem Kärcher bewaffnet, die Pumpe Heiligabend wieder gängig gemacht hat, geguckt hat. Was soll ich sagen? Die Spülmaschine hat freundlicherweise ihren Betrieb wieder aufgenommen, irgendwann war das Geschirr endlich sauber (ich sag nur keine Spüle, kein warmes Wasser und natürlich kein sauberes Geschirr mehr im Schrank!) und wir haben Weihnachten auf der Baustelle gefeiert. (Und mein alter Herr hat sich auch wieder beruhigt, wenn  er sich von dem Schock auch nicht wieder erholt hat )


Vielleicht mag ich gerade deshalb meine Spüle und meinen Wasserhahn so gerne. Die Spüle habe ich bei einem witzigen Typen entdeckt,  bei dem wir unsere "gebrauchten" Dielen gekauft haben. Das Spülbecken stand da dreckig aber voller Charme rum und schaute mich an. Es war genau so, wie ich mir meine Spüle für die Küche vorstellte, die noch gar nicht fertig geplant war.  Groß genug, um ein Backblech drin abzuwaschen, tief genug um Kinder drin zu baden und mit diesem tollen Rand.
Später war es dann der entscheidende Moment für die Küche. Denn in eine von der Stange passte sie wegen ihrer Höhe nicht rein.
Die Armatur kommt aus England, hat mich eine Stange Geld gekostet, aber sie sieht genauso aus, wie ich sie haben wollte und das zählte!


Der einzige Hängeschrank stammt aus einer Ladenauflösung und erfreut mich auch täglich, denn ich fand ihn in dem Laden jahrelang so schön, dort gehörte er aber zum Inventar und eigentlich war er mir sowieso zu teuer. Als ich ihn dann zu halben Preis erstand, war die Küche noch lange nicht fertig und so haben wir kurzerhand das Regal im Wohnzimmer gekürzt, um ihn auf der Baustelle vor Schaden zu bewahren.


Den Stallspiegel hat Herr Reetselig schon zu Jugendzeiten gebaut und die Marktwaage habe ich mal von einem Flohmarkt nach Hause geschleppt…. sie wiegt gefühlt Tonnen…


Die Küche ist übrigens ein IKEAhack. Alle Korpusse und die Griffe sind von IKEA, die Fronten und die Arbeitsplatte hat mein Lieblingstischler für mich gebaut. Und die Kücheninsel steht absichtlich schief auf dem Boden. Es gab schon einige Mitmenschen, die heimlich versucht haben, sie geradezurücken… Ich mag es gerne schräg. Aber das wisst ihr ja wahrscheinlich schon.

Es gibt noch viel mehr Bilder von der Küche, die zeige ich euch dann ein anders Mal. Jetzt begebe ich mich in meine heute leicht sonnige Küche und schmeiß den kleinen Espressokocher zur Belohnung für die getane Arbeit an. Und euch wünsche ich immer genug Mut, Herausforderungen anzunehmen, denn auch wenn sich 10 Jahre Küchenprovisorium schlimm anhören, habe ich es nie so empfunden, sondern mich lediglich immer auf meine Küche gefreut - da waren die 18 Monate Gesamtbauzeit der Küche geradezu ein Klacks ...


          
                                                                      Claudia