Mittwoch, 21. Juni 2017

Zum Sommeranfang das >Summer< von ANKESTRICK und ein Strang TAMTAM zu gewinnen


Ich starte in den Sommer mit meinem neuen Strickshirt Summer. 



Gestrickt mit dem neuen Garn TAMTAM von Frida Fuchs aus Seide und Leinen. Beim Stricken ein wenig Widerspenstig, aber perfektes Tragegefühl im Sommer und Handgefärbt! Ich habe mich noch nicht getraut es zu waschen, aber ich habe gelesen, das das Tragegefühl danach noch angenehmer sein soll.


Das Shirt wird nahtlos von oben nach unten gestrickt. Der Halsausschnitt wird durch verkürzte Reihen heraus gearbeitet. Die Sattelschultern werden durch ausgetüfftelte Zunahmen geformt. Dann wird ein Stückchen in rechten und linken Reihen gestrickt, bevor Vorder und Rückseite unter den Armen wieder in Runden zusammen gestrickt werden.


Die Anleitung ist super geschrieben und gut nachzuarbeiten und in Englisch und Deutsch erhältlich.


Da ich noch einen Strang TAMTAM in der Farbe Schlafmohn über habe, habe ich beschlossen ihn zu verschenken. Wenn du ihn gerne hättest, hüpf rüber zu Instagram, da verlose ich den Strang. Bis Sonntag um Mitternacht ist Zeit.

Wenn du mehr über Summer wissen möchtest, findest du wie immer mehr Informationen auf meinem Ravelryaccount *hier*.

Und jetzt freue ich mich auf einen phantastischen Sommer und einen sonnigen Sommeranfang heute.

Claudia 

Ps. Merkt ihr was? Ich habe eine neue Sommerfarbe! Gestern gab es ja schon mit Avocado gefärbte Stoffe. Da lag auch schon das SUMMER unten mit im Stapel. Habt ihr nicht gesehen? Dann guckt mal *hier*

Shirt : Summer von ANKESTRICK
Wolle : TAMTAM , Farbe Schlafmohn von Frida Fuchs


Dienstag, 20. Juni 2017

Avocadotoast für die Einen und Altrosa Stoff für die Anderen

Erst ´ne hippe Schnitte und dann mit Avocados färben - so mag ich das!


Bei Reetseligs gibt es immer mal wieder Avocados. Meine Kids lieben die Dinger und da sie wenig Kohlenhydrate haben sind sie auch eine wunderbare Nahrhafte Nahrung, wenn Malins Blutzuckerwerte mal wieder sonst wie hoch sind und sie eigentlich erst einmal nix essen kann.

Da lag es auf der Hand, Kerne und Schale zu trocknen und es auch mal mit dem Färben zu versuchen.



Ich habe nach Anleitungen gesucht, wollte wissen, wie es die Anderen gemacht haben und musste feststellen, dass es nicht das eine Rezept gibt. Die einen haben die Kerne genommen, die Anderen die Schale. Mal wurde deshalb der Farbton mehr rosa, ein anderes Mal pudrig bis Pfirsichfarbend...

Also startete ich zum Selbstversuch und schnitt die Kerne klein, die Schale auch und gab alles in meinen Bräter mit Wasser und köchelte es erst einmal eine Stunde. Nach einer kurzen Abkühlungszeit nahm ich Schalen und Kerne raus und gab den ersten Stoff für eine Stunde rein und wartete ab. Das Ergebnis war der zweite Stoff von oben. Ziemlich gelblich und so gar nicht mein Ding. In Essig gelegt zum Fixieren wurde es sogar noch gelblicher... Der obere Leinenstoff lag dann für eine Nacht in dem Sud. Das Ergebnis gefällt mir deutlich besser!
Aber ich wollte ja experimentieren und deshalb gab ich die bereits gekochten Schalen und Kerne noch einmal in einen Topf mit Wasser, kochte das ganze noch einmal auf und ließ es wieder eine Stunde köcheln. Diesmal gab ich Leinen und Jersey in den Topf und ließ es über Nacht ziehen, mit hübschen Ergebnis, trocknete es dann auf der Leine


um danach festzustellen, dass der Stoff in der Sonne seine Farbe verändert hat.... Der schöne kräftige Farbton war verblasst und wieder gelblich. Örks. Gut dass der Sud da noch stand. Also alles wieder rein und noch eine Nacht ziehen lassen.


Jetzt gefällt es mir und ich kann daraus etwas nähen. Passend zu meinem neuen Pullover, den ich nicht gefärbt habe, aber der so wunderbar in das Farbschema passt.

Fazit: Immer schön die Kerne und die Schale sammeln, waschen und trocknen, den Färben macht Spaß und ist faszinierend. Das Ergebnis hängt aber von den unterschiedlichen Avocadosorten ab, der Beschaffenheit des Stoffes und der Färbedauer. Mein Tipp: Wenn euch der Farbton noch nicht gefällt, ruhig länger drin lassen. Für das Fixieren muss ich noch mal was anderes probieren. Ich werde damit beim nächsten Mal experimentieren.

Obwohl es das nächste Mal wieder blauer wird. Gegen Lieblingsfarben ist kein Kraut gewachsen.

Claudia

Verlinkt mit Handmade on Tuesday , die heute 2.Geburtstag feiern! und Creadienstag

Mittwoch, 14. Juni 2017

MeMadeMittwoch mit dem Cruise von Anke Strick


Dieses Teilchen hat tatsächlich ein wenig länger auf den Nadeln gelegen... Aber seit ein paar Wochen ist es fertig und als wir neulich in  Dänemark an der Ostsee waren, haben wir das schöne Wetter genutzt, um Aufnahmen vom Cruise zu machen. 


Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich im November *klick* beim Mystery Sweater KAL von AnkeStrick mitgemacht habe. Heraus gekommen ist am Ende diese unten geschlossene Jacke.


Die Wolle ist herrlich und passt einfach farbmässig wunderbar zum Meer, oder?
die Anleitung gut verständlich und für jede Größe mit extra Beschreibungen versehen.

Die Anleitung ist gut verständlich geschrieben und jede Größe hat ihre eigenen Anpassungen.
Die Anleitung findet ihr bei Ravelry *klick* und *klick* und alles nähere zur Wolle ( Madelinetosh Tosh Merino light).

Mehr zu unserem fertigen Reetdach kommt in kürze... zu Sonntag habe ich es nicht geschafft...
Wer Lust hat, kann beim MemadeMittwoch gucken, was die anderen zur Zeit gerne tragen.

Claudia

Ps. Auf dem Blog vom Maschenfein gibt es bei Auf den Nadeln Juni noch viel mehr gestricktes zu sehen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach -Tag 6 , 7 und 8

Am 6. Tag geht es bei knallblauem Himmel weiter




Es geht jetzt so flott voran, dass ich jede Menge verpasse, weil ich am gleichen Tag nach Holland zum Segeln mit Malin und den Diabetes Kids fahre (aber davon ein anderes Mal mehr).


So sieht das Reet übrigens von nahem aus. Die Blüten liegen innen, sind nachher also nicht zu sehen.


Wir freuen uns total, dass auch das neu gedeckte Dach so schön dick ist. Tatsächlich sogar ein kleines bisschen dicker, um die Welle im Dach auszugleichen...



Auch auf der anderen Seite muss die Ecke mit viel Fingerspitzengefühl gestaltet werden. Auf dieser Seite haben wir ja ein kleines Walmdach. Dieses wird aber nicht neu gedeckt, deshalb muss der Anschluss anders ausgearbeitet werden, so dass beides sich miteinander verbindet.

Tag 7: Die Gauben sind "plötzlich" eingedeckt


Das kommt davon, wenn man nicht die ganze Zeit da ist. Die Reetdachdecker arbeiten so höllisch schnell, dass man glatt das wichtigste verpasst, wenn man ein paar Stunden nicht da ist...



Es sieht echt phantastisch aus! Wie eine dicke schwere Mütze.

Tag 8: sie sind schon am First!



Faszinierend beim Zugucken finde ich ja das ganze Werkzeug, das die Reetdachdecker benutzen. Hier könnt ihr den Reetstuhl sehen, der mit seinem Haken ins Dach geschlagen wird, schnell umgesetzt werden kann und einen sicheren Stand bietet. Wir haben (irgendwo...) noch zwei alte aus Holz, sehr praktisch, wenn mal etwas gemacht werden muss.


Guckt mal, wie weit sie schon sind. Fast oben. Und die Gauben sind so geworden, wie wir es uns gewünscht haben. Okay, am liebsten würde ich sie ein kleines Stückchen tiefer rücken ;-) , aber das geht nicht. Unser Reetdach ist ja sehr tief gezogen, um das Haus zu schützen. Das hat zur Folge, dass man auf dieser Seite des Hauses nur rausgucken kann , wenn man nicht größer als 1,70m ist. Und für den Dachboden bedeutet es, dass bei 4m Deckenhöhe unten, der Fußboden schon ganz schön hoch im Dach angesetzt ist. Die Fensterbretthöhe beachtend kommt dann heraus, was man hier sehen kann.



Wenn es klappt, kommt Sonntag das Finale

Claudia


Ps. Das Dach ist schon fertig, ich hinke nur mit meinen Berichten wegen der vielen Feiertage und der Putzerei und dem wirklichen Leben und so hinterher. Es ist also lieb von euch, wenn ihr euch wegen des Wetters Gedanken macht, aber unser Dach ist trocken rauf gekommen und pottendicht :-)
Trotzdem ganz lieben Dank an euch für die vielen lieben Wünsche

Mittwoch, 7. Juni 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach - Tag 5

Das Reet kommt rauf!



Endlich beginnt das Neueindecken mit Reet.  Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich darauf gewartet, dass das neue Reet rauf kommt.


Ersteinmal mussten die Reetballen zum besseren Arbeiten verteilt werden.


Mit diesen Schrauben, an denen der  Draht gleich dran ist, wird das Reet an den Latten festgemacht, damit nichts rutschen kann.


Dann wird die erste Ecke geformt. Jetzt wird die Höhe und der Dachüberstand nach vorne bestimmt.





Was hier so flott aussieht, hat einen ganzen Tag gedauert. Oder anders ausgedrückt, nur einen Tag. Ich finde, die arbeiten echt schnell!


Spannend, was es alles für Hilfsmittel gibt. Die alte Tonne dient als Tritt. Und das Brett, das wie ein Glättbrett zum Verputzen von Wänden aussieht, wird benutzt, um die Halme reinzuschlagen und so alle Halme auf eine Länge zu bringen.


Dieses Handwerk ist wirklich faszinierend und wenn ihr bei uns in Norddeutschland mal die Chance habt, Reetdachdecker bei der Arbeit zu beobachten, tut das unbedingt! So oft bekommt man das ja nicht zu sehen.

Claudia

Ps. morgen geht es weiter

Mittwoch, 31. Mai 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach - Tag 4

Die neue Woche startet müde (dank der spontanen Überraschungsparty für Herrn Reetselig), glücklich (da Herr Reetselig Ferien hat ) und schmutzig, denn das letzte Reet muss noch runter.


Und wieder ist alles satt mit einer schwarzen Staubschicht übersehen. Ich habe mich schon daran gewöhnt, nach dem Starten des Autos erstmals die Scheibenwaschanlage anzumachen. Und wehe dem, der sich seine Finger in der Hose abwischt, nachdem er irgendwas angefasst hat.


Nach dem Auspacken des Daches geht es an den Wiederaufbau.


Links sind schon die neuen Latten drauf, rechts kann man die Delta Maxx Bahnen sehen, die Herr Reetselig nach der Überraschungsparty bis kurz vor Mitternacht und am Montag ab 4.00 Uhr morgens (man gut, dass es schon so lange hell ist) angeschossen und verklebt hat. Da wir im unteren Teil ja schon ausgebaut haben, d.h. von innen Fermacell in zwei Schichten davor haben, war es der perfekte Zeitpunkt die Unterspannbahnen gut zu befestigen. Also Mitternacht war natürlich nicht der perfekte Zeitpunkt… mit meiner Überraschungsparty habe ich sein Zeitmanagement völlig zerschossen und so war es ein glücklicher Umstand, dass in Hamburg Ferien waren und er wenigstens nicht auch noch in die Schule zum Unterrichten musste.






Am Montag ging es Schlag auf Schlag. Nachdem die Latten angebracht waren, war auch schon der Zimmermann da, um die Gauben einzubauen. Herr Reetselig und ich haben lange über die richtige Form und Größe nachgedacht. Denn einerseits soll sie sich harmonisch in das Dach einfügen, anderseits soll sie innen auch Licht bringen und vielleicht auch so etwas wie Stehhöhe. Doch da es sich hier ja um keinen Neubau handelt und das Dach sehr weit heruntergezogen ist, gibt der Fußboden auf dem Heuboden ein gewisses Mass an Höhe vor und die Dachsparren im Inneren den Ort, wo ein Fenster möglich ist. Nach dem Treppeneinbau *klick* und *klick* und dem Einbau des Dreickeckfensters, war das Aussuchen der Gauben wieder eine große Herausforderung. Ich finde es immer wieder schwer etwas auszusuchen, das so viel Geld kostet und dann Massangefertigt wird. Ist ja nicht wie bei IKEA, einfach wieder umtauschen…. Glücklicherweise hat sich das lange Überlegen bisher immer ausgezahlt und wir finden unsere Gauben sehr schön. Von innen konnten wir es bisher noch nicht richtig beurteilen, denn der Dachboden ist wegen des externen Drecks erstmal noch gesperrt. Fündig geworden sind wir übrigens bei Hiss Reet.



Die Tür die man hier unter der Gaube erkennen kann, ist unsere ehemalige Küchentür, die wir vor unser provisorisches Treppenhaus gesetzt haben. Ohne diese Tür wäre jetzt alles… nein darüber möchte ich gar nicht nachdenken.


So, ihr Lieben, während ich dies schreibe, geht es auf der Baustelle flott voran. Inzwischen sind wir real bei Tag 9 angekommen und wer wissen will, wie es inzwischen aussieht, kann schon mal bei Instagram spicken *klick*

Claudia

Dienstag, 30. Mai 2017

Wir bekommen ein neues Reetdach -Tag 3

Wenn ich die Fotos betrachte wird mir schwarz vor Augen…


… ich wusste ja, dass ein unheimlich dreckiges Unterfangen wird, aber mit dem schwarzen Staub hatte auch ich nicht gerechnet. Ich hatte ja schon *hier* und *hier* darüber berichtet. Und dass, wo wir doch am Wochenende nach Tag 3 eine Überraschungsparty für Herrn Reetselig zum Geburtstag geben wollten...


Aber es geht sehr flott voran. Auf dem Foto oben seht ihr eine Furche im Dach. An dieser Stelle hatten wir tatsächlich mal eine Undichtigkeit. Wie sich beim Abdecken herausstellte wurde dort das Dach nachträglich verlängert und deshalb entstand dort eine Schwachstelle. Tatsächlich wurde unsere Kate, die ja in Ständerbauweise erbaut wurde, im Stallbereich verlängert. Das kann man im Stall - nun unser Wohnraum - daran erkennen, dass an den Ständern, die dort stehen, noch die Türscharniere für das große Stalltor  hängen. Und auch das alte Reetdach bildet also diese Geschichte ab.



Die Abdeckarbeiten sehen fast schon wie Abrissarbeiten aus. Der schwarze Staub hat sich freundlicher Weise auf die ganze Nachbarschaft verbreitet. Sollte mir jetzt ganz spontan jemand eine Kooperation mit einem Putzunternehmen anbieten - also ich wäre dabei!



Diesen Eingang habe ich kurzerhand gesperrt, um das Innere wenigstens ein wenig zu schützen. Ich rede jetzt besser nicht von dem, was irgendwie durch die Decke diffundiert ist…. grrrrr.




Der Dacheinblick ist auch etwas irritierend. Aber durch das Dreieckfenster reinschauen hat was.


Fenster müssen auch mal wieder geputzt werden. Und was man wegen des Gegenlichtes nicht erkennen kann: Auf dem Krakbaum nisten unverdrossen ein paar Spatzen.

Wie versprochen haben die Reetdachdecker alles fürs Wochenende gut verpackt und mit dem Laubpüster grob sauber gemacht. Über den Rest der rum lag kam eine Plane (siehe ganz oben) und so wurde es doch etwas mit der Überraschungsparty für Herrn Reetselig.


Allerdings hat dieser an seinem Geburtstagmorgen noch vor dem Geschenke auspacken schon mal das Dach ausgepackt, um weiter zu arbeiten… Es ist uns nicht gelungen ihn davon abzuhalten und so hat er  Mittags seine ersten Überraschungsgäste in Bauklamotten begrüßt… also eigentlich wie immer ;-)

Morgen mehr von der Reetdachbaustelle, die gut voranschreitet, mich aber vom Schreiben abhält. Na gut, der Segeltörn war auch ein bisschen Schuld

Claudia